Anfang Mai beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Studienkollegs Obermarchtal mit im Rahmen des „Interkulturellen Begegnungstags“ mit den Themen „Flucht“ und „Heimat“. Neben Experten aus der Flüchtlingsarbeit war auch die Sängerin Cornelia Lanz zu Gast. Sie hatte im vergangenen Jahr das integrative Opernprojet „Così fan tutte“, an dem zahlreiche syrische Flüchtlinge beteiligt waren, ins Leben gerufen und im Flüchtlingsheim in Oggelsbeuren erarbeitet. Das Projekt erregte bundesweit Aufmerksamkeit und war an zahlreichen Aufführungsorten in Baden-Württemberg sowie in München und Berlin zu sehen. Gemeinsam mit einer Gruppe junger Flüchtlinge präsentierte Lanz beim „Interkulturellen Begegnungstag“ in Obermarchtal Auszüge aus dem Opernprojekt sowie neue Texte und Szenen, die im Anschluss an das Projekt entstanden sind, außerdem fand ein Theaterworkshop statt.

Einige Schülerinnen blieben nach dieser ersten Begegnung in Kontakt mit den jungen Syrerinnen und Syrern, die in Oggelsbeuren leben. Sie besuchten sie im Flüchtlingsheim, sammelten Kleider und andere nützliche Sachen für sie.

Im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentags war die Oper nun zum letzten Mal zu sehen. Und zur Derniere im Stuttgarter Theaterhaus waren auch Francesca Zügn und Tabea Krautscheid vom Studienkolleg Obermarchtal dabei. „Natürlich wollten wir die Oper jetzt auch einmal in voller Länge sehen!“ erklären die beiden. Dass sie ihre syrischen Freunde mit dem Auto von Oggelsbeuren zur Vorstellung nach Stuttgart fahren, war für sie selbstverständlich. Gemeinsam erlebten sie alle den ersten Abend des Kirchentags in der Stuttgarter Innenstadt. Und am Donnerstag im Theaterhaus betreuen Francesca und Tabea vor der Vorstellung die Kartenausgabe und den Programmheftverkauf. Von der Vorstellung waren sie absolut begeistert. Der „Interkulturellen Begegnungstag“ ist für sie eine wirkliche Bereicherung, die auch nachwirkt.

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