Obermarchtal - Am Freitag, 11. Oktober 2013, fand an der Kirchlichen Akademie der Lehrerfortbildung ein Festakt zum Gedenken an Prälat Max Müller statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurden Alfons Fessler (Posthum) und Karin Jablonka die Prälat Max-Müller-Medaille verliehen. Das Freie Katholische Schulwerk der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V. ehrt damit Menschen, die sich um die Katholischen Freien Schulen der Diözese verdient gemacht haben.

Eingeladen zu der Feier hatte das Bischöfliche Stiftungsschulamt in Rottenburg sowie die Stiftungsratsvorsitzende der Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg Stuttgart, Elisabeth Jeggle, MdEP, die zu Beginn die anwesenden Teilnehmer begrüßte. Im Anschluss blickte Dietrich Weber, Stiftungsdirektor i.R. auf das Leben und Wirken von Prälat Max Müller zurück, der als Person, Priester und als Schulreferent maßgeblich die Entstehung und Ausrichtung der Katholischen Schullandschaft in der Diözese Rottenburg-Stuttgart prägte. Die Stiftungsdirektoren Dr. Joachim Schmidt und Harald Häupler nutzten die Gelegenheit, bei ihrer Ansprache den anwesenden Gästen einige Grundideen des 1923 in Haslach geborenen Prälaten noch einmal vor Augen zu führen und angesichts der aktuellen Herausforderungen Katholischer Schule weiterzudenken.
(Ausgewählte Schriften von Max Müller stehen am Ende des Artikels zum Download bereit.)

Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der Prälat-Max-Müller-Medaille an Alfons Fessler (Posthum) und Karin Jablonka. Laudatorin Elisabeth Jeggle, MdEP, erinnerte in ihrer Ansprache nochmals an einige Stationen der Preisträger: Alfons Fessler war von 1971 -1977 Vorsitzender des Elternbeirats der Bodensee-Schule St. Martin. Mit außerordentlichem Engagement führte er dieses Gremium in der entscheidenden Aufbauphase der Schule, in der es vor allem um die Konzeption, den Aufbau und die Entwicklung der Ganztagsschule ging. Ab 1977 wurde Alfons Fessler in den Vorstand des Freien Katholischen Schulwerks Friedrichshafen e. V. berufen, dem er zunächst als 2. Vorsitzender und ab 1979 bis 2007 als 1. Vorsitzender und Nachfolger von S. K. H. Carl Herzog von Württemberg vorstand. Über die Bodensee-Schule St. Martin hinaus profitierten die überörtlichen Vertretungen der Katholischen Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart vom Engagement Alfons Fesslers. 1993 wurde er in den Landesvorstand des Katholischen Schulwerks in der Diözese Rottenburg-Stuttgart berufen und übernahm im Jahr 2001 den Vorsitz des Gremiums, den er bis zu seinem Tod im Jahr 2010 inne hatte. Als Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart, im Arbeitskreis Finanzen sowie in zahlreichen Ausschüssen innerhalb des Dachverbandes war Alfons Fessler an entscheidenden Weichenstellungen des Katholischen Schulwesens beteiligt.

Das Engagement von Karin Jablonka für das Katholische Schulwesen begann für die Mutter von drei Kindern im Schuljahr 92/1993 an der Rupert-Mayer-Schule in Spaichingen, wo sie als Klassenelternvertreterin und Elternbeiratsvorsitzende Verantwortung übernahm. Im gleichen Jahr wurde sie in den Vorstand des Freien Katholischen Schulwerks Spaichingen e.V. berufen, in dem sie fast 20 Jahre tätig war und dessen Vorsitz sie in den Jahren von 1997 bis 2009 inne hatte. Karin Jablonka setzte mit ihrem umfassenden Engagement die Arbeit ihrer Vorgänger sehr erfolgreich fort und prägte in dieser Zeit das Gesicht des Trägervereins sowie der Schule und des Kindergartens. Im Jahr 1998 wurde Frau Jablonka Mitglied des Vorstandes des Landesschulwerks. Vier Jahre später übernahm sie das Amt als stellvertretende Vorsitzende des Gremiums, das sie bis 2012 mit großem Einsatz ausfüllte.

Die Verleihung der Medaillen übernahm Franz Ehrat, Stv. Vorsitzender des Freien Katholischen Schulwerks der Diözese Rottenburg-Stuttgart e. V. Stellvertretend für Alfons Fessler nahm seine Frau Ursula die Medaille für ihren am 22. November 2010 verstorbenen Ehemann in Empfang.

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