Heute fand das bereits Tradition gewordene Begrüßungs- und Einführungstreffen aller neuen Leitungskräfte im BSSA in Rottenburg statt. Es ist schön zu sehen, wie bunt und vielfältig unsere Schulstiftung ist – aus sämtlichen Bereichen und Schularten waren die Leitungskräfte der Einladung gefolgt: Schulen in der Trägerschaft, aber noch mehr unter dem Dach waren vertreten, Ordensschulen, SBBZ, Fachschulen, Kindergarten und Ganztag.
Christine Götz, Leitung Personalentwicklung, führte durch den Tag und gab zu Beginn einen wertvollen Gedanken aus der Parabel von Martin Buber, aus „Die Erzählungen der Chassidim“, mit. Hier heißt es sinngemäß: Wenn jemand führen und das Rad zum Laufen bringen will, muss das nötige da sein: erforderliche Dinge und natürlich Menschen in ihrer je eigenen Aufgabe und Funktion, damit alles rund läuft, die Prozesse laufen. Käme aber nun jemand und würde, ohne etwas an der äußeren Struktur zu verändern, das „innere Pünktlein“ herausreißen, würde das Wesentliche fehlen. „Aber Gott helfe uns: man darf´s nicht geschehen lassen!“, so endet die Parabel. Sie ist ein guter Merker, als Leitung auf sein inneres Pünktlein – man könnte es als den Sinn, den Antrieb für die Arbeit, die Werte umschreiben – gut achtzugeben.
Die beiden Vorstände Pädagogik und Verwaltung, Matthias Gronover und Roland Grimmelsmann, stellten die Ziele, Aufgaben und Struktur der Schulstiftung vor und gaben einen sehr guten Überblick – sowohl für die Einrichtungen unter dem Dach als auch für die in der Trägerschaft der Stiftung. Der pädagogische Vorstand hob immer wieder auf das Verbindende ab: Was uns alle verbindet, ist nämlich die Basis: das jüdisch-christliche Verständnis vom Menschen und seiner unverlierbaren Würde. Angesichts gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen mag vermeintlich lange Selbstverständliches durch unsere Einrichtungen wieder neu in die Gesellschaft gebracht werden. Dazu gehört auch ein aktives Gestalten und Weiterentwickeln einer katholischen Schulkultur, die mitten in der Welt von heute – säkular und religiös vielfältig – steht und verschiedene Menschen in ihren verschiedenen Lebens-, Lern- und Berufsbiografien echter Wegbegleiter sein kann.
Die neuen Leitungen konnten ihre zuständigen Referenten und Schulberater kennenlernen, aber auch die Gesichter hinter den Namen der Verwaltung. So lässt es sich doch gleich einfacher zusammenarbeiten. Ein gemeinsames Mittagessen beschloss den Tag.
Vielen Dank an Euch Leitungskräfte für Euer Kommen: Wir wünschen Euch Freude, Gestaltungswillen in und mit Euren Teams und Erfolg in Eurer neuen Aufgabe – und dass Ihr immer Euer „inneres Pünktlein“ bewahren möget.