An den Katholischen Freien Grund- und Werkrealschulen in Bad Waldsee, Reutlingen und Rottenburg werden zum Schuljahr 2012/13 neue Realschulzüge eingeführt.  

Der Wegfall der verpflichtenden Bildungsempfehlung nach der Grundschule hatte auch in den Katholischen Freien Schulen zur Diskussion darüber geführt, welche Schüler/innen sich denn ab 2012/13 für die Sekundarstufe anmelden würden. In Bad Waldsee (Eugen-Bolz-Schule), Reutlingen (St.-Wolfgang-Schule) und Rottenburg (Carl-Joseph-Leiprecht-Schule) waren sich Schulleitung, Kollegium, Elternschaft und Schulträger schnell einig, das bestehende Sekundarstufenangebot Werkrealschule um einen Realschulzug ergänzen zu wollen.

In Rekordzeit wurden unter der Federführung des Bischöflichen Stiftungsschulamts die Antragsstellungen vorbereitet und die neuen Schularten am 31.1.2012 beantragt. Gleichzeitig nahm eine AG aus Schulleitungen, Lehrkräften und Bischöflichem Stiftungsschulamt die Arbeit zur Gestaltung eines pädagogischen Konzepts auf.

Dieses sieht vor, dass die neuen Realschulklassen nicht als isolierte Schulzüge neben den Werkrealschulzügen aufgebaut werden, sondern Möglichkeiten der Kooperation genutz werden. So werden die Jungen und Mädchen zwar in nach Schularten getrennten Stammklassen unterrichtet, haben aber gleichzeitig die Möglichkeit, sich gegenseitig in verschiedenen Kooperationsklassen zu begegnen und zu erleben. Dazu bietet der Marchtaler Plan mit seinen Strukturelementen Morgenkreis, Freie Stillarbeit, Vernetzter Unterricht und Fachunterricht eine hervorragende Plattform - sowohl für die individuelle als auch für die gemeinsame Arbeit.

Wechsel zwischen den Schularten der neuen Verbundschulen sind nach den Kriterien der multilateralen Versetzungsordnungen möglich. Bereits in sechs Jahren werden die ersten Schülerinnen und Schüler die Mittleren Reife der Realschule an diesen Schulen erwerben können.

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