Preisverleihung in Obermarchtal

Katholische Freie Schulen engagieren sich für Demokratie und Nachhaltigkeit. Drei Projekte werden ausgezeichnet.

Mit dem Demokratie- und Nachhaltigkeitspreis fördert die Stiftung Katholische Freie Schule das Engagement von Schüler­innen und Schülern für Gerechtigkeit und Umweltschutz. Der Preis wird in diesem Jahr erstmals vergeben. Ausgezeichnet werden die Umweltmentorinnen des St.-Meinrad-Gymnasiums Rottenburg, die „Courage-Mädels“ der Schule St. Gertrudis in Ellwangen, die ihre Schule auf Nachhaltigkeit untersuchten, und der Ganztagsbereich der Maximilian-Kolbe-Schule in Rottweil, der im eigenen Hühnermobil über 200 Hühner hält. Im Rahmen eines Festakts in der Kirchlichen Akademie in Obermarchtal werden die Preisträger ausgezeichnet.

Fair Trade, Entwicklungshilfe, Integration und interkulturelle Be­gegnung. Die Aktivitäten der katholischen freien Schulen für Demokratie und Nachhaltigkeit haben viele tolle Projekte hervor­gebracht. Zehn Projekte aus der gesamten Diözese hatten sich um den Demokratie- und Nachhaltigkeitspreis beworben. Das Preis­geld von 2.500 € ermöglicht drei Initiativen, nun den nächsten großen Schritt zu realisieren.

Mit der Zucht von Zweinutzungshühnern und dem Verkauf von Bio-Eiern wird an der Maximilian-Kolbe-Schule konkrete Ver­braucherbildung für die Kinder und Jugendlichen ermöglicht, die die Hühner pflegen und füttern und natürlich auch gerne die selbstgemachten Spätzle in der Mensa essen. Mit dem Preisgeld soll ein kleiner Bauwagen für das Hühnergehege finanziert werden, in dem Küken aufgezogen werden können.

Das Schuljahr 2017/2018 stand in der Schule St. Gertrudis unter dem Motto „Unsere Erde ist unser gemeinsames Haus“, angelehnt an Papst Franziskus. Eine Gruppe von Schülerinnen fragte sich, wie nachhaltig ihre Schule ist. Die Plastikbecher am Kaffeeautomaten waren das erste gravierende Problem, das sie sich vornahmen. Gemeinsam mit ihrer Schulgemeinschaft initiierten sie die Einführung von klimaneutral produzierten Porzellantassen. Als Nächstes ist die Einführung von Fair-Trade-Kaffee und Fair-Trade-Kakao geplant.

Ebenfalls seit 2017 sind die Umweltmentorinnen am St. Meinrad-Gymnasium aktiv. Sie wollen das Umweltbewusstsein ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler stärken und setzten sich mit aktuellen Umweltthemen auseinander. Sie initiierten eine Energie­rallye zum Thema „Energie sparen“, eine Besichtigung des Rotten­burger Laufwasserkraftwerks und das Projekt „Plastik sparen – Umwelt bewahren“. In diesem Jahr ist die Gründung einer Umwelt-AG geplant. Das Preisgeld dient als Startkapital.

Im Rahmen der alljährlichen Tagung für die Leitungskräfte der katholischen freien Schulen und Kindergärten werden die Projekte in der Kirchlichen Akademie in Obermarchtal vorgestellt und ausgezeichnet. Für die katholischen freien Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist der verantwortungsbewusste Umgang mit Umwelt und Ressourcen ein wichtiger Teil ihres Bildungs­auftrags

 

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