Mit einer Kunstinstallation im Schulhaus des Katholischen Freien Gymnasiums in Abtsgmünd, lädt die Klasse 7a während der Fastenzeit zur Auseinandersetzung mit dem Skandal des weltweiten Hungers ein.

Dazu wurden von den Schülerinnen und Schüler während eines Morgenkreises drei Tafeln gedeckt und im Schulhaus an zentralen Stellen platziert. Jede der drei Tafeln soll auf die weltweiten Unterschiede -wenn es um Ernährung und Essen geht- aufmerksam machen.

Die erste Tafel steht für die Fülle und den Überfluss der westlichen Welt. Ein ansprechend und aufwändig gedeckter Tisch mit weißer Tischdecke, silbernen Platztellern, Blumen und Kerzen finden sich hier ebenso wie ansprechend angerichtete Teller voll erlesener Speisen von Lachs, Vorspeisenteller mit Sandwiches und diverse Nachtische bestehend aus Torten und Muffins. Auch der Mülleimer beim Tisch symbolisiert den selbstverständlichen Überfluss: Die Kinder haben hier brauchbare Lebensmittel bewusst in den Eimer geworfen.

Die zweite Tafel befindet sich auf einem einfachen Holzpodest. Der Hauptbestandteil hier sind Brot und sauberes Trinkwasser sowie Obst.
Die dritte Tafel zeigt den Mangel, wie er für etwa ein Drittel der Menschheit alltäglich ist: eine kleine Portion Reis, verschmutztes Trinkwasser, kein Tisch, keine Teller oder Besteck, sondern nur noch eine Unterlage aus alten Schachteln.  Ergänzt werden die Tafel-Installationen mit Gedanken und Informationen rund ums Essen und unseren Umgang damit.

Die Kunstinstallation vernetzt die Ergebnisse der vorangegangenen VU-Einheit zur Ernährung, dem Morgenkreis sowie dem Kunstunterricht. Denn die an der ersten Tafel eingesetzten Lebensmittel haben die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Kunstunterrichts aus Materialien wie Ton, Styropor, Schwämme oder Bauschaum selbst hergestellt.

Suche