Neu-Aufbruch „Digitaler Wandel in der SKFS“ – neue Möglichkeiten

Alle Informationen und Angebote zum Neu-Aufbruch Digitaler Wandel unter im Überblick.


Der Digitale Wandel beschäftigt uns schon lange. Alltag und Gewohnheiten jedes und jeder Einzelnen haben sich verändert durch neue Geräte und digitale Räume, die neue Möglichkeiten eröffnen und unsere Interaktionen verändern. Arbeitswelten, gesellschaftliche Dynamiken und Wertvorstellungen verändern sich - ebenso die Schulen, ihre Akteur*innen und die Anforderungen, die heute an Bildungseinrichtungen gestellt werden. Neue technische Geräte sind in den Schulen vorhanden und es stellen sich Fragen danach, wie sie genutzt werden können, sollten oder dürfen und wie sie verwaltet werden.

Digitaler Wandel ist jedoch mehr als die Integration von IPads in den Schul- oder Arbeitsalltag. In der Arbeit mit den digital vernetzten Geräten verändern wir unsere Praktiken und Kulturtechniken. Über soziale Netzwerke können wir schnell mit Gleichgesinnten zu Fragen und Themen in Kontakt kommen, die uns bewegen. „Relevanz“, „Gewissheit“, „Dauer“, „Fehler“ sind Begriffe, die vor dem Hintergrund einer Kultur der Digitalität neu gedeutet werden müssen. Zusammenarbeit ist ortsunabhängig möglich, wir sind darauf angewiesen Wissen, Perspektiven und Ideen zusammenzubringen, um der Komplexität vieler Anforderungen und Fragen begegnen zu können.

Die Corona-Pandemie hat digitale Technik und digitales bzw. hybrides Arbeiten enorm beschleunigt und teilweise über Nacht in unsere Schulen gebracht. Der Digitalpakt ermöglichte die Infrastruktur und die technischen Anschaffungen. Innerhalb der SKFS hatten einige Kolleg*innen schon 2019 auf einen technischen Aufbruch gedrängt und die Einrichtung von IServ vorangetrieben. Wenn wir heute von einem Aufbruch im Thema Digitaler Wandel sprechen, haben wir schon einige wichtige Voraussetzungen und Erfahrungen, auf die wir bauen. Die technische Ausstattung ist weitgehend vorhanden und Erfahrungen mit dem Digitalunterricht wurden auf unterschiedliche Weise gemacht. Das Medienprojekt „5to8“ hat uns wichtige Hinweise gegeben wie technische Entwicklung verknüpft werden kann mit pädagogischer und persönlicher Entwicklung und alltagsintegrierter, handlungsorientierter Medienbildung in Kindergarten und Grundschule.

Der Neu-Aufbruch Digitaler Wandel in der SKFS will zeitgemäßes Lernen und zeitgemäßes Arbeiten für alle Mitarbeiter*innen und Schüler*innen in den Schulen und Kindergärten erfahrbar machen. Vernetzung, Entwicklung und Lernen als offener Prozess sollen die Arbeit aller bereichern. Die neuen Angebote möchten anregen, Veränderungen offen zu begegnen, Freude im gemeinsamen Tun zu erleben und weiterzugeben.

Schule in einer Kultur der Digitalität

Für eine gelingende Schul- und Unterrichtsentwicklung vor Ort gelten neben der technologischen Entwicklung die Personalentwicklung sowie die Organisations- und Kooperationsentwicklung entscheidende Faktoren. (vgl. KMK (2021): Lehren und Lernen in der digitalen Welt. Ergänzung zur Strategie der Kultusministerkonferenz „Bildung in der digitalen Welt“). Digitale Ausstattung und Geräte sind unerlässlich für die Gestaltung einer erfolgreichen Schule in einer Kultur der Digitalität. Die Digitalisierung fordert uns zu neue Arbeitsweisen und Praktiken heraus. Der Umgang mit dieser Herausforderung beginnt jedoch in den Köpfen der Kolleg*innen und Leitungen.

Haltungen und Praktiken der Zusammenarbeit im Fokus des Neu-Aufbruchs

Die Haltung und die kulturellen Aspekte des digitalen Wandels weisen weit über die Anschaffung der Technik hinaus: Wie verändert sich unser Arbeiten, unser Umgang mit Wissen und Gewissheiten, unsere Orientierung in einer immer unübersichtlicheren Welt?... Diese Fragen zu beachten, bewusst zu machen und zu begleiten ist unbedingt wichtig, denn sie weisen hinaus in die Zukunft der Kinder und Jugendlichen, die in unseren Einrichtungen lernen und erwachsen werden. Zusammenarbeit in der Kultur der Digitalität ist gekennzeichnet durch Vernetzung, Offenheit, eigene Verantwortungsübernahmen, gegenseitige Unterstützung in Netzwerken und gemeinsamen Projekten.

Die drei Schwerpunkte des Neu-Aufbruchs Digitaler Wandel

  • Fortbildung: In Online- und Präsenzveranstaltungen wird die Akademie in Obermarchtal für Einsteiger, Expert*innen und alle anderen zur Auseinandersetzung und zur praktischen Anwendung einladen. Im Kontext der digitalen Transformation soll die pädagogische Entwicklung, die Persönlichkeits- und professionelle Entwicklung aller Kolleg*innen gestärkt werden. So soll die Entwicklung eines lernenden und sich unterstützenden Netzwerks gefördert werden.
  • Innovationsgarten: Der Innovationsgarten ist der Ort für die Pionier*innen, die es an den Schulen vielfach gibt, und für alle, die Neues ausprobieren und entwickeln wollen. Diese Personen möchten wir in Austausch bringen und konkret dabei unterstützen, Projekte umzusetzen, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und einzusetzen.
  • Austausch und Beratung: Unser Beratungsangebot unterstützt und begleitet Schulleitungen und Schulen technisch und pädagogisch in ihren Entwicklungsprozessen. Zudem stellen wir eine Plattform zur Verfügung, auf der Mitarbeiter*innen sich schulübergreifend vernetzen können und Materialien und Informationen für alle frei verfügbar sind.

Das Netzwerk Digitale Bildung empfiehlt in seinen Leitlinien zur Weiterentwicklung der digitalen Bildung in Deutschland (2022) „Kommunikation und Austausch als institutionalisierter Normalzustand statt als optionale Zusatzaufgabe“ und „Fortbildung und Beratung als kontinuierliche Begleitung betrachten, die kompetenz- und bedarfsorientiert organisiert und umgesetzt wird“. Genau dort möchte der Neu-Aufbruch der SKFS ansetzen.

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