Einen großen Schritt weiter – Abschluss des letzten Kursmoduls unserer Weiterbildung für „Religiös-ethische Kompetenzen entwickeln“ für Pflegepädagog*innen
Gefühlt eigentlich gerade erst gestartet, aber wenn man unsere acht Kolleginnen der Weiterbildung begleiten durfte, spürt man, wie sie gewachsen sind und wie sie immer mehr Verknüpfungen zwischen den verschiedenen theologischen und ethischen Perspektiven und der Pflege herstellen können. Vor zwei Wochen fand unser sechstes und letztes Kursmodul unserer gemeinsamen Weiterbildung zusammen mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart, unterstützt durch die Mutter-Teresa-Stiftung statt. Es stand unter dem Titel „Religiöse Praxis: Das Heilende in der Seelsorge“ und wurde von einer sehr erfahrenen Krankenhausseelsorgerin und einem ehemaligen Leiter eines Bildungszentrums und des Bereichs Unternehmenskultur eines großen katholischen Krankenhauses geleitet. Man spürte die tiefe Praxiserfahrung und die langjährige Arbeit mit Mitarbeitenden. Unsere Kolleginnen setzten sich neben vielen theologischen und ethischen Fragen mit der Seelsorge als Teil der Pflege auseinander. Sie segneten selbst und empfingen den Segen, um sich dann mit dem Sterbesegen der DRS zu befassen. Die Tiefe und Offenheit für alle Gedanken und Gefühle des Sterbenden und der Angehörigen beeindruckten den Kurs sehr. Die anfängliche Skepsis, ob denn Pflege auch seelsorgerliche Aufgaben leisten kann, veränderte sich. Die Impulse wollen die Lehrkräfte – neben der Kooperation von Pflege und Seelsorge – auch in ihre Unterrichte mitnehmen. Hier bietet sich auch eine Chance, sich als Pflegekraft selbst von Sterbenden und Verstorbenen verabschieden zu können. Gerade in der Langzeitpflege entstehen enge Bindungen, für die dann oft eine Form fehlt, um sich zu verabschieden.
Der längste Weg der Weiterbildung ist geschafft. Der Zieleinlauf endet mit einem beratenden Unterrichtsbesuch durch den zuständigen Schuldekan und einem Abschlusskolloquium. Liegen die Voraussetzungen vor, erhalten die Kolleginnen die Missio Canonica als Lehrerlaubnis für den Religionsunterricht an den katholischen Pflegeschulen in der DRS.
Wir freuen uns, dass unsere Pionierinnen ihren Weg so beeindruckend gegangen sind! Danke an Euch!